Zur Person
Geboren am 08.05.1967 in Oranienburg bei Berlin, verbrachte ich den größten Teil meiner Jugend in Greifswald an der Ostsee. Schon früh wurden, geprägt durch die Eltern – technische als auch musische Interessen geweckt – beides konnte ich später während des Studiums ausleben, besonders das Zeichnen und Fotografieren. In dieser Zeit unternahm ich auch meine großen Reisen nach Asien und Amerika, die mich nachhaltig inspirierten.
Mit einer größeren Baustelle kam ich das erste Mal 1993 während eines Praktikums bei einem Bauunternehmer in Berlin in Berührung. Seitdem bestimmen Baustellen meine Arbeit und mein Leben.
Ruhe und Entspannung finde ich beim Segeln, denn der Hang zum Wasser ist bis heute geblieben.
Meine Zeit bei IMO
Sieben Jahre (2000 – 2007) war ich im Angestelltenverhältnis als Vertriebsingenieur bei der Firma Industriemontagen Leipzig GmbH beschäftigt. Zu meinen Aufgaben gehörte u.a. das Erarbeiten von Angeboten für die Montage schwerer Stahlkonstruktionen sowie die Entwicklung von Montagetechnologien. Vorrangig war ich mit der Bearbeitung von Stahlbrücken- und Kraftwerksbauten sowie Hallen- und Parkhauskonstruktionen befasst. Des Weiteren stellte ich aus Nachkalkulationen und Angeboten über Lieferungen und Leistungen sortimentsspezifische, für die Angebotserarbeitung relevante Daten zusammen. Aufträge im Ausland wurden wegen meiner Englischkenntnisse von mir vorbereitet und begleitet. Zusätzlich absolvierte ich am ICC Sprachinstitut James Parson Leipzig einen berufsbegleitenden Sprachkurs Business English.
Neben diesen Tätigkeiten im Stammhaus Leipzig war ich u.a. auch auf Großbaustellen als Bauleiter im Einsatz wie z.B.
- Brandenburger Brücke Leipzig
- Flughafen Leipzig
- Flughafen Düsseldorf
- Hauptbahnhof Dresden
- Borealis Wien
Im Winter 2005 / 06 war ich als Fachbauleiter am Lehrter Bahnhof Berlin für die Montage sämtlicher Seilkonstruktionen (Dachbinder-Unterspannungen und Seilfassaden) zuständig.
Das letzte große Projekt, welches ich für unsere Niederlassung in Magdeburg bearbeitet habe, war die Entwicklung eines Konzeptes für die Montage der Stahlkonstruktionen des Schiffshebewerkes Niederfinow für die Biege Hochtief Bremen / Hollandia Rotterdam.
Außerhalb meiner Anstellung bei IMO arbeitete ich bei Bedarf für die Fa. THURM Sicherheitstechnik Berlin und betreute deren Baustellen im Raum Leipzig.
Architektur International, Ausgabe Sept. 09
Normalerweise sind es Brücken, Flughäfen oder andere stahlbaulastige Großbaustellen, zu denen es Hendrik Schirmer, Bauleiter für den Innenausbau des Klimahauses, zieht. Ein Anruf – Bauleiter gesucht! – von Friedo Meger, quasi Erfinder der Ausstellung und Chefdenker der Firma Kunstraum in Hamburg, ließ ihn gewohnte Pfade verlassen. An mehreren Meetings erklärte er den Entwurf, die Planungsprozesse, den Anspruch an das Projekt und Probleme, die zu meistern seien. Und schnell war klar: das will er machen. Was ihn daran reizt? Die Einzigartigkeit der Gebäudestruktur, die enorme Technikdichte an TGA und Elektrogewerken und die daraus resultierende besonders interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den anderen projektbeteiligten Ingenieuren. Und nicht zuletzt: eine Baustelle am Meer! Denn Kindheit und Jugend verbrachte Schirmer an der Ostsee, ehe ihn das Studium der Architektur in die Sachsenmetropole Leipzig verschlug.
Für diese interessante sowie umfangreiche Aufgabe konnte er noch seinen Freund und Kollegen, Gerald Fuchs, Architekt in Berlin, gewinnen. Später kamen dann noch eine ehemalige Kollegin von Kunstraum sowie seine Schwester, Solveig Schirmer mit ins Bauleitungsteam. Auf ihre Erfahrungen als Innenarchitektin im hochwertigen Ausbau (z.B. Grand Hotel Heiligendamm) wollte er nicht verzichten. Eine Besonderheit waren die größtenteils funktionalen Ausschreibungen der Kulissen, Aus- und Einbauten, Exponate, Grafiken usw. Festgelegt waren von Kunstraum natürlich vor allem die Funktion, die Anmutung, die Oberflächen, also rein optische Anforderungen. Bei der baulichen Umsetzung durch die Kulissenbauer musste oft eingeschritten werden, denn hier wird für länger als eine Spielzeit gebaut. Es gab fast nichts, was es nicht gab: Wandflächen wurden mit Blattgold belegt, Landschaften wurden modelliert, sanft hügelig oder als aufgerissene Schollen eines ausgetrockneten Flussbettes, Stahltreppen und Stege wurden eingebaut, verrückt geschwungene Trockenbau-Konstruktionen wurden erstellt und die Kulissenmaler zauberten etliche Illusionen an Wände oder auf Panoramen. Einige Bauteile im Bereich Tiefsee wurde sogar im Team vor Ort entworfen und durchgeplant. Eine echte Herausforderung war die Herstellung der Antarktis. Hier waren wieder die Erfahrungen aller gefragt. Die Eisbau-Firma, sonst mit dem Bau von Eisbahnen beschäftigt, sollte hier nun eine zerklüftete Eislandschaft aus Eisbergen und Schollen schaffen, und das im Rahmen der gültigen Normen für die Installation von Haustechnik. Neuland für alle denn eine Antarktis hat wohl noch niemand vorher gebaut. Diese Baustelle war ein Glücksfall, resümiert Schirmer, denn nirgendwo sonst war die Arbeit als Bauleiter so vielseitig wie hier, nirgendwo hat er soviel dazugelernt – technisch als auch bei der Arbeit mit den Berufskollegen, denn bei einer derart intensiven Auseinandersetzung mit allen hier anzutreffenden und parallel arbeitenden Gewerken und Disziplinen war das Konfliktpotential naturgemäß hoch.








